Analogsedierung

in der Cataractchirurgie

Auch im höheren Lebensalter, sowie bei Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für die Durchführung einer Vollnarkose darstellen, ist es heute möglich, die Implantation einer Kunstlinse am Auge beim grauen Star in Lokalanästhesie kombiniert mit einer Analgosedierung durchzuführen.

Hierbei wird dem Patienten nach Anlage eines venösen Infusionszugangs ein Beruhigungsmittel (Sedativum), ein Schmerzmittel (Analgetikum) und ein kurzes Schlafmittel (Hypnotikum) jeweils in niedriger, kreislaufverträglicher Dosis eingespritzt, so dass die sich anschliessende Injektion des örtlichen Betäubungsmittels am Auge nicht gespürt wird.

Intraoperativ wird der Kreislauf und die Atemfunktion, ebenso wie bei einer Vollnarkose, sorgfältig überwacht und dem Patienten wird über eine kleine Sonde die Atemluft mit Sauerstoff angereichert.

Der Eingriff findet im Wachzustand statt, sie spüren davon aber nichts.

Anschliessend wird das operierte Auge mit einem Wundverband versehen, der erst am Folgetag in der Augenarztpraxis entfernt wird. Solange ist durch den Verband das räumliche Sehvermögen eingeschränkt, daher sollten sie sich in die Tagesklinik begleiten lassen und auch zu Hause bis zum folgenden Tag betreut werden

Da es sich um ein leichtes Anästhesieverfahren handelt, sollten Sie das Nüchternheitsgebot, genau wie bei einer Vollnarkose einhalten, d.h. 6 Stunden vorher nichts essen und bis maximal 2 Stunden vor dem Eingriff schluckweise Tee oder Wasser trinken.

Ob und welche Medikamente Sie vor dem Eingriff einnehmen dürfen bzw. welche Sie absetzen müssen, sollten Sie mit dem Anästhesisten im Rahmen des Aufklärungsgespräches besprechen.

Nachdem sie sich bei einem Kaffee oder Tee  vom Eingriff erholt haben, dürfen Sie die Tagesklinik in Begleitung bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Selbstverständlich ist die Durchführung des gesamten Eingriffes normalerweise auch in Vollnarkose möglich, sollten Sie dies wünschen, sprechen Sie bitte Ihren Augenarzt an.

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